Rückblick Praxisworkshop „Einfach gut starten – digitales Onboarding gestalten und umsetzen“

Wie gelingt der Einstieg neuer Mitarbeitender gut und welche Rolle können digitale Werkzeuge dabei spielen? Dieser Frage ging der Workshop „Einfach gut starten – digitales Onboarding gestalten und umsetzen“ am 16.06.2026 nach, zu dem das Zukunftszentrum Brandenburg gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg (WFBB) und der Handwerkskammer Cottbus eingeladen hatte. Geschäftsführungen, Personalverantwortliche und Beschäftigte aus Südbrandenburger Unternehmen nutzten den Tag, um ihren eigenen Onboarding-Prozess zu reflektieren und neue Impulse für die Praxis mitzunehmen.

Warum strukturiertes Onboarding für KMU zählt

Zu Beginn des Workshops wurde deutlich gemacht, welchen positiven Einfluss ein strukturierter Onboarding-Prozess auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben kann: höhere Arbeitszufriedenheit, geringere Fluktuation, gesteigerte Produktivität und eine höhere Arbeitgeberattraktivität. Gleichzeitig wurde offen über die typischen Hürden gesprochen, mit denen viele Betriebe zu kämpfen haben, wie z. B. fehlende personelle Ressourcen und begrenzte Budgets. Der Workshop zeigte jedoch auch, dass bereits kleine Veränderungen eine spürbare Wirkung erzielen können.

Onboarding als Prozess mit vier Dimensionen

Ein zentraler Baustein des Workshops war das Modell der vier Onboarding-Dimensionen: fachlich, administrativ, sozial und kulturell. Die Teilnehmenden erfuhren, wie sich diese Dimensionen im Zeitverlauf verändern: von der Phase vor dem ersten Arbeitstag über die Orientierungsphase bis zum Ende der Probezeit und darüber hinaus. Der Austausch machte deutlich, dass Onboarding kein starrer Vorgang ist, sondern ein dynamischer Prozess, der über Wochen und Monate mitgedacht werden muss.

Sechs Schritte für den eigenen Onboarding-Prozess

In einem praxisnahen Teil lernten die Teilnehmenden, wie sie einen digitalen Onboarding-Prozess aufbauen können: von der ehrlichen Bestandsaufnahme über die Identifikation unterschiedlicher Zielgruppen im Betrieb, etwa Auszubildende, Führungskräfte oder Rückkehrende aus der Elternzeit, bis hin zur Klärung von Rollen, der Modellierung des Prozesses, der Auswahl passender digitaler Unterstützung und einem Roll-out mit festen Feedbackschleifen.

Digitale Werkzeuge im Praxistest

Im zweiten Teil ging es an die konkrete Umsetzung: Die Teilnehmenden testeten digitale Tools direkt auf ihren Laptops und lernten weitere Lösungen kennen, darunter digitale Einarbeitungspläne, Kollaborationstools und Onboarding-Module von HR-Softwaresystemen. Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz war Thema: Die Teilnehmenden wurden sensibilisiert, wie sich Einarbeitungspläne und Checklisten mit KI-Unterstützung erstellen lassen. Dabei wurde stets darauf hingewiesen, personenbezogene Daten und Geschäftsgeheimnisse aus solchen Anwendungen herauszuhalten und Ergebnisse menschlich zu prüfen.

Fazit

Der Workshop endete mit einer Abschlussrunde, in der die Teilnehmenden reflektierten, welche Impulse sie konkret mitnehmen. Einige Teilnehmende berichteten, dass sie den Eindruck gewonnen haben, bereits gut aufgestellt zu sein. Andere wiederum nahmen konkrete neue Ideen mit, beispielsweise für die Gestaltung des Onboardings von Baustellenpersonal. Mehrere Rückmeldungen betonten, dass der Workshop „wachgerüttelt“ habe und neue Perspektiven auf bestehende Abläufe eröffnet wurden.

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